Erst hören, dann etwas tun

Spielen Sie die kurze Tonfolge einmal ab. Es geht nur darum, die Richtung wahrzunehmen: Werden die Töne höher, tiefer oder bleiben sie auf derselben Höhe? Sie brauchen weder die Namen noch eine Bewertung.

Beim zweiten Durchgang folgen Sie der Bewegung mit einer Hand. Ein wenig nach oben für steigende Töne, nach unten für fallende. Die Bewegung muss kein genaues Abbild der Abstände sein. Sie hält nur fest, was Sie gehört haben.

Wenn Ihnen das Handzeichen umständlich vorkommt, lassen Sie es weg. Eine innere Vorstellung der Richtung genügt. Die Handbewegung ist nur eine mögliche Merkhilfe.

C-Dur aufwärts

C, D, E, F, G, A, H, C. Acht Töne aufwärts.

6 Sekunden, langsam etwa 8 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

C-Dur abwärts

C, H, A, G, F, E, D, C. Acht Töne abwärts.

6 Sekunden, langsam etwa 8 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

Eine eigene Stimme ist eine Möglichkeit

Vielleicht summen Sie den Anfangston nach. Wählen Sie eine bequeme Lage und eine angenehme Lautstärke. Liegt der Ton ungünstig, müssen Sie ihn nicht erzwingen. Sie können die Folge eine Oktave versetzt denken oder beim Hören bleiben.

Die eigene Stimme macht Tonhöhen körperlich erfahrbar. Sie ist hier trotzdem keine Voraussetzung. Niemand muss eine Gesangsstimme vorführen, um musikalische Zusammenhänge zu verstehen.

C-Pentatonik aufwärts

C4, D4, E4, G4, A4, C5. Fünf verschiedene Töne mit Oktavwiederkehr.

5 Sekunden, langsam etwa 6 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

C-Pentatonik abwärts

C5, A4, G4, E4, D4, C4.

5 Sekunden, langsam etwa 6 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Motiv C, E, C

C4, E4, C4. Eine eigene kurze Tonfolge ohne Begleitung.

2 Sekunden, langsam etwa 3 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Motiv mit Rückweg

C4, D4, E4, D4, C4. Eine eigene kurze Tonfolge ohne Begleitung.

4 Sekunden, langsam etwa 5 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

Rhythmus geht leise

Legen Sie eine Hand auf den Tisch und denken Sie vier gleichmäßige Schläge: eins, zwei, drei, vier. Tippen Sie auf eins und drei. Die übrigen Schläge denken Sie weiter. Das lässt sich sogar ganz ohne hörbares Klopfen machen.

Der gleichmäßige Puls und Ihr getipptes Muster sind verschieden. Sie können das Muster verändern, während der gedachte Puls weiterläuft. Genau dieser Unterschied begegnet Ihnen später in der Rhythmusübung am Tisch.

Beobachtungen statt Einkaufsliste

Nach einigen Versuchen wissen Sie vielleicht schon, was Sie neugierig macht. Folgen Sie gern Melodien? Möchten Sie selbst Klänge erzeugen? Interessiert Sie der Rhythmus stärker als die Tonhöhe? Solche Vorlieben sind nützlich, bevor ein Instrument ausgesucht wird.

Es muss daraus aber noch keine Entscheidung entstehen. Für die nächste kleine Runde können Sie zwei Tonabstände vergleichen. Das Ohr bekommt eine konkrete Frage, und alles andere darf warten.

Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.