Derselbe Anfang macht es übersichtlicher
Beispiel A spielt C und D. Beispiel B spielt C und G. Die Töne erklingen nacheinander. Beide Folgen beginnen mit demselben C und verwenden denselben Klang.
Hören Sie A, dann B. Im zweiten Beispiel ist der Sprung größer. Das ist die ganze erste Frage. Eine vertraute Melodie als Merkhilfe ist dafür nicht nötig.
Vielleicht hilft es, die gehörte Entfernung mit einer Handbewegung anzudeuten. Sie können sie auch einfach als „kleiner“ oder „größer“ beschreiben. Die Bewegung dient als einfache Merkhilfe.
- C → DZwei Halbtöne, ein kleiner Schritt.
- C → GSieben Halbtöne, ein größerer Sprung.
- D → C / G → CDieselben Abstände abwärts: zwei beziehungsweise sieben Halbtöne.
Der Abstand bleibt gleich, wenn Sie die Richtung umkehren.
Kleiner Schritt aufwärts
C4 nach D4: zwei Halbtöne.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Größerer Sprung aufwärts
C4 nach G4: sieben Halbtöne.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Kleiner Schritt abwärts
D4 nach C4: zwei Halbtöne.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Größerer Sprung abwärts
G4 nach C4: sieben Halbtöne.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.
Richtung und Abstand sind zwei Fragen
Nun hören Sie D und C sowie G und C. Beide Folgen führen abwärts. Die Richtung hat sich gegenüber den ersten Beispielen umgekehrt, die jeweiligen Abstände bleiben gleich groß.
Wenn Sie nur „höher“ oder „tiefer“ wahrnehmen, ist das bereits eine brauchbare Beobachtung. Versuchen Sie beim nächsten Hören zusätzlich, den kleineren Weg herauszufinden. Stoppen Sie nach einem Paar, wenn die Beispiele anfangen, sich zu vermischen.
Der Name zählt Tonnamen mit
Von C nach D heißt der Abstand Sekunde, von C nach G Quinte. Bei solchen Namen werden die beteiligten Tonnamen mitgezählt: C ist eins, D zwei, E drei, F vier, G fünf.
Damit ist noch nicht jede Feinheit des Abstands beschrieben. E nach F und C nach D sind beispielsweise beide Sekunden, aber unterschiedlich groß. Hier hilft später die Unterscheidung von Halbton und Ganzton.
Es lohnt sich, erst das Hören zu ordnen und dann die Bezeichnung dazuzunehmen. Eine lange Namenliste ist für diese kleine Aufgabe eher Ballast.
Eine eigene Reihenfolge wählen
Spielen Sie A noch einmal und warten Sie, bis Sie es innerlich wiederholen können. Danach folgt B. Beim nächsten Durchgang tauschen Sie die Reihenfolge. Die Beschriftung bleibt offen sichtbar; Sie müssen nichts beweisen.
Ohne Instrument können Sie diesen Vergleich vollständig mitmachen. Am Instrument spielen Sie die beiden Paare langsam und möglichst gleich laut. Wenn sich ein Sprung unbequem anfühlt, hören Sie die Aufnahme, statt die Hand unnötig zu spreizen.
Im nächsten Beitrag geht es weniger um die genaue Entfernung als um die Bewegung einer ganzen Folge: Wie erkennt man eine Melodie?
Quellen
Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.
