Die Richtung einer kleinen Folge

Unser eigens für diesen Beitrag geschriebenes Motiv lautet C, D, E, D, C. Die ersten Schritte steigen, danach geht es zurück. Hören Sie einmal zu und verfolgen Sie die Linie im Diagramm.

Beim zweiten Durchgang bleibt der Rhythmus gleich, das Motiv beginnt aber auf G: G, A, H, A, G. Die Töne liegen höher. Die Richtung und die Größen der Tonschritte sind dieselben. Sie können deshalb etwas Wiedererkennbares hören, obwohl andere Tonnamen verwendet werden.

Diesen Vorgang nennt man Transposition, wenn eine musikalische Gestalt entsprechend in eine andere Tonhöhe versetzt wird. Für den ersten Eindruck müssen Sie das Wort nicht behalten. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem einzelnen Ton und der Beziehung der Töne zueinander.

Die Richtung eines Motivs
  1. StartC
  2. höher ↑D
  3. höher ↑E
  4. tiefer ↓D
  5. tiefer ↓C

C4 → D4 → E4 → D4 → C4: zweimal aufwärts, zweimal zurück. G4 → A4 → H4 → A4 → G4 behält dieselbe Gestalt in höherer Lage.

Das Ausgangsmotiv

C4, D4, E4, D4, C4.

4 Sekunden, langsam etwa 5 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Dasselbe Motiv höher

G4, A4, H4, A4, G4. Die Tonabstände bleiben gleich.

4 Sekunden, langsam etwa 5 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Ein veränderter Schluss

C4, D4, E4, D4, D4. Der letzte Ton bleibt auf D.

4 Sekunden, langsam etwa 5 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Das E bleibt länger

C4, D4, E4, D4, C4. Das E dauert doppelt so lange.

5 Sekunden, langsam etwa 6 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

Was eine Wiederholung verändert

Hören Sie das erste Motiv zweimal hintereinander. Im zweiten Durchgang endet es einmal auf D statt auf C. Die Änderung betrifft nur den Schluss.

Vielleicht klingt das offen, vielleicht einfach anders. Keine dieser Wahrnehmungen ist eine falsche Antwort. Beschreiben Sie erst die Änderung, bevor Sie nach einer Regel suchen. Sie kennen die ursprüngliche Folge nun gut genug, um eine Abweichung zu bemerken.

Schluss auf H

Vier Akkorde bereiten C-Dur vor. Danach C4, D4, E4, D4, H3. Der Schluss bleibt unter dem C.

8 Sekunden, langsam etwa 11 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Schluss auf C

Dieselbe Vorbereitung und dasselbe Motiv, diesmal mit C4 am Schluss.

8 Sekunden, langsam etwa 11 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

Ein Ton kann wie ein Ankunftsort wirken

In einem passenden tonalen Zusammenhang kann C als Grundton erscheinen, also als Bezugspunkt. Unsere zweite Hörszene beginnt mit einer einfachen selbst erzeugten C-Dur-Begleitung. Danach folgen kurze Melodien, die einmal auf H und einmal auf C enden.

Das C kann nach der Vorbereitung abgeschlossener wirken. Spielen Sie die Töne ohne diesen Zusammenhang, kann Ihr Eindruck weniger eindeutig sein. Ein einzelner Schluss reicht nicht immer, um eine Tonart sicher festzustellen.

Wenn Sie keinen Unterschied hören, wiederholen Sie die Vorbereitung und anschließend nur die beiden Enden. Es gibt keinen Grund, die Lautstärke immer weiter zu erhöhen.

Mit einem eigenen Motiv weitergehen

Wählen Sie aus fünf Tönen der Pentatonik eine kurze Folge. Wiederholen Sie sie und verändern Sie eine Stelle. Die andere Person, falls Sie gemeinsam hören, muss nur beschreiben, ob sich Richtung, Länge oder Schluss geändert hat.

Sie brauchen dafür weder ein Ratespiel noch Punkte. Die Aufgabe endet dort, wo eine musikalische Beobachtung klarer geworden ist. Einzelne Abstände können Sie anschließend im Beitrag über Tonabstände genauer vergleichen.

Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.