Ein Kreuz hebt den Ton an

Ein Kreuzzeichen erhöht den betreffenden Ton um einen Halbton. Aus F wird Fis, aus C wird Cis. Auf dem Klavier liegt Fis direkt rechts von F auf einer schwarzen Taste.

Ein Be-Zeichen erniedrigt den Ton um einen Halbton. Aus E wird Es, aus A wird As. Das Auflösungszeichen hebt eine wirksame Erhöhung oder Erniedrigung wieder auf. Diese Namen lernen Sie am besten dort, wo Sie sie tatsächlich brauchen, nicht als vollständige Liste am ersten Tag.

Vorzeichen am Anfang des Notensystems gelten als Tonartvorzeichnung über die Takte hinweg. Ein einzelnes Versetzungszeichen vor einer Note wirkt nach den üblichen Notationsregeln innerhalb seines Taktes für dieselbe Tonhöhe und Oktavlage. Wer noch keine Noten liest, kann vorerst mit Tonnamen und Tastaturbild arbeiten.

G-Dur, F-Dur und die Vorzeichen
GAHCDEFGAsBCisEsFis
G-Dur mit Fis. Die markierten Tasten ergeben: G, A, H, C, D, E, Fis, G. Ein Punkt kennzeichnet jeden verwendeten Ton. Zwischen E und F sowie H und C liegt keine schwarze Taste.
FGAHCDEFFisAsBCisEs
F-Dur mit B. Die markierten Tasten ergeben: F, G, A, B, C, D, E, F. Ein Punkt kennzeichnet jeden verwendeten Ton. Zwischen E und F sowie H und C liegt keine schwarze Taste.

Deutsches H: international B, zum Beispiel H3 = MIDI 59. Deutsches B: international B-flat, zum Beispiel B3 = MIDI 58. B und H liegen einen Halbton auseinander.

G-Dur mit Fis

G3, A3, H3, C4, D4, E4, Fis4, G4.

6 Sekunden, langsam etwa 8 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Vergleichsfolge mit F statt Fis

G3, A3, H3, C4, D4, E4, F4, G4. Diese veränderte Folge ist keine G-Dur-Tonleiter.

6 Sekunden, langsam etwa 8 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

Warum G-Dur ein Fis braucht

Beginnen Sie eine Durtonleiter auf G. Ihre Abstände sollen wieder 2, 2, 1, 2, 2, 2, 1 Halbtonschritte ergeben.

Die passende Folge ist G, A, H, C, D, E, Fis, G. Mit F statt Fis wären die letzten beiden Abstände anders verteilt. Das Vorzeichen ist also keine zusätzliche Verzierung. Es erhält die Ordnung der Durtonleiter auf dem neuen Anfangston.

Hören Sie das korrekte Beispiel und danach die ausdrücklich als Vergleich markierte Folge mit F. Der zweite Ausschnitt ist keine G-Dur-Tonleiter. Seine Beschriftung muss das sagen, damit aus einer Hörfrage kein falsch gelerntes Muster wird.

F-Dur mit B

F3, G3, A3, B3, C4, D4, E4, F4. B3 entspricht MIDI 58.

6 Sekunden, langsam etwa 8 Sekunden. Keine Wiederholung.

Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.

Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.

B ist im Deutschen nicht H

In deutschen Notennamen heißt der Stammton H. Wird H um einen Halbton erniedrigt, heißt er B. In vielen englischen Darstellungen ist B dagegen unser H; B-flat entspricht unserem B.

Darum ist die Auswahl einer englischen App oder Grifftabelle nicht allein durch den Buchstaben eindeutig. Schauen Sie nach, welches Benennungssystem verwendet wird. Unser Magazin und der Finder zeigen deutsche Namen und erklären die Umrechnung.

F-Dur verwendet F, G, A, B, C, D, E, F. Mit H statt B würde sich auch hier die Abstandsfolge verändern. Vergleichen Sie die beiden Tonnamen im Tastaturbild, statt sie nur als Schreibregel zu merken.

Gleiche Taste, anderer Name

Cis und Des liegen auf einem gleichstufig gestimmten Klavier auf derselben Taste. Die Schreibweise kann trotzdem verschieden sein, weil der musikalische Zusammenhang eine Rolle spielt. Solche gleich klingenden Schreibungen nennt man enharmonisch.

Für den Anfang genügen zwei klare Fälle: G-Dur hat Fis, F-Dur hat B. Im Tonleiter-Finder sind die auswählbaren Tonarten bewusst begrenzt und korrekt beschriftet. Für die Erklärung der Abstände können Sie zu Ganzton und Halbton zurückgehen.

Quellen

Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.