Dieselben weißen Tasten, ein anderer Ausgangspunkt
C-Dur lautet C, D, E, F, G, A, H, C. Natürliches a-Moll lautet A, H, C, D, E, F, G, A. Beide Folgen verwenden dieselben sieben Tonnamen. Trotzdem liegen die kleinen Schritte vom jeweiligen Anfang aus an anderen Stellen.
Bei Dur sind es 2, 2, 1, 2, 2, 2, 1 Halbtonschritte. Bei natürlichem Moll sind es 2, 1, 2, 2, 1, 2, 2. Der Halbton steht in a-Moll zwischen H und C sowie E und F.
Spielen Sie die beiden Beispiele ab. Hören Sie jeweils bis zum Schluss und lassen Sie dazwischen eine Pause. Der unterschiedliche Anfang und die Tonhöhe können Ihren Eindruck mitbestimmen. Deshalb ist dieser erste Vergleich noch kein allgemeiner Klangtest für Dur und Moll.
C-Dur: C · D · E · F · G · A · H · C
2 · 2 · 1 · 2 · 2 · 2 · 1 Halbtöne
Natürliches a-Moll: A · H · C · D · E · F · G · A
2 · 1 · 2 · 2 · 1 · 2 · 2 Halbtöne
Die Einsen markieren Halbtonschritte. Beide Folgen umfassen zwölf Halbtöne, ihre Halbtonschritte stehen an unterschiedlichen Stellen.
C-Dur
C4, D4, E4, F4, G4, A4, H4, C5.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Natürliches a-Moll
A3, H3, C4, D4, E4, F4, G4, A4. Dieselbe Klangfarbe und Lautheit wie C-Dur.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.
Ein Vergleich auf demselben Grundton
Im zweiten Hörpaar beginnen beide Folgen auf A. A-Dur verwendet A, H, Cis, D, E, Fis, Gis, A. Natürliches a-Moll verwendet A, H, C, D, E, F, G, A.
Achten Sie zunächst nur auf den dritten gespielten Ton. In A-Dur ist es Cis, in a-Moll C. Auch der sechste und siebte Ton unterscheiden sich. Die Aufnahme lässt beide Folgen in derselben Lage und im selben Tempo hören, damit diese Unterschiede nicht hinter einem anderen Klangbild verschwinden.
Sie müssen sich nicht alle Vorzeichen gleichzeitig merken. Ein wiedererkannter Unterschied genügt für den ersten Durchgang.
A-Dur vom A3
A3, H3, Cis4, D4, E4, Fis4, Gis4, A4.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Natürliches a-Moll vom A3
A3, H3, C4, D4, E4, F4, G4, A4. Gleicher Anfangston wie A-Dur.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.
Fröhlich und traurig sind keine festen Etiketten
Viele Menschen verbinden Dur mit Helligkeit und Moll mit etwas Ernsterem. Beim wirklichen Musikhören wirken jedoch Tempo, Lautstärke, Rhythmus, Klangfarbe und Zusammenhang mit. Ein langsames Durstück muss nicht fröhlich sein. Eine bewegte Mollmelodie kann sehr lebendig wirken.
Beschreiben Sie lieber, was Sie tatsächlich hören. Vielleicht klingt eine Folge weiter, enger, ruhiger oder fremder. Eine solche Beobachtung ist genauer als ein Gefühlswort, das Sie nur auswendig gelernt haben.
Warum wir „natürliches“ Moll dazusagen
In Musik begegnen Ihnen weitere Mollformen. Bei harmonischem und melodischem Moll werden bestimmte Töne verändert. Unsere erste Erklärung beschränkt sich auf die natürliche Form, damit die Ordnung übersichtlich bleibt. Der Finder benennt diese Auswahl ebenfalls ausdrücklich.
Daneben gibt es andere Tonleiterfarben. Dorisch ähnelt natürlichem Moll, hat aber eine größere sechste Stufe. BR-KLASSIK erklärt diesen Unterschied im Beitrag über die dorische Tonleiter. Das ist ein möglicher nächster Blick, keine Voraussetzung für die heutige Übung.
Wenn Sie zunächst etwas Freieres spielen möchten, probieren Sie fünf Töne der Pentatonik. Für einen erneuten Vergleich lassen sich im Tonleiter-Finder ausgewählte Dur- und natürliche Molltonleitern langsam anhören.
Quellen
Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.
