Eine Frage reicht
Hören Sie eine kurze Folge und wählen Sie genau eine Frage. Wird sie höher oder tiefer? Wiederholt sich ein Ton? Ist der letzte Ton länger als die anderen? Eine kleine Frage lenkt die Aufmerksamkeit auf etwas, das tatsächlich im Klang vorkommt.
Wenn Sie beim ersten Durchgang nichts Sicheres bemerken, lassen Sie das Beispiel noch einmal laufen. Beim zweiten Hören fällt Ihnen vielleicht etwas auf, das im ersten Durchgang unterging.
Das Ausgangsmotiv
C4, D4, E4, D4, C4.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Dasselbe Motiv höher
G4, A4, H4, A4, G4. Die Tonabstände bleiben gleich.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Ein veränderter Schluss
C4, D4, E4, D4, D4. Der letzte Ton bleibt auf D.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Das E bleibt länger
C4, D4, E4, D4, C4. Das E dauert doppelt so lange.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.
Veränderungen vergleichen
Unser Motiv C, D, E, D, C erklingt zweimal. In der zweiten Variante dauert das E länger. Die Tonhöhen bleiben gleich. Sie können deshalb hören, wie eine Zeitveränderung die Gestalt beeinflusst.
Im nächsten Paar verändert sich nur der Schlusston. Halten Sie die Varianten gedanklich auseinander: einmal die Dauer, einmal die Tonhöhe. Werden zu viele Unterschiede gleichzeitig verändert, ist unklar, worauf sich Ihr Eindruck bezieht.
Solche Vergleiche lassen sich auch mit einer eigenen einfachen Folge anstellen. Sie müssen keine bekannten Stücke erkennen und keine fremden Aufnahmen nachspielen.
Angenehm hören
Wählen Sie eine leise, gut verständliche Wiedergabe und erhöhen Sie die Lautstärke nicht immer weiter, nur weil ein Unterschied noch unklar ist. Das staatliche Portal gesund.bund.de informiert über Lärmbelastung und ihre gesundheitlichen Auswirkungen.
Wenn Hörbeschwerden auftreten oder Sie sich um Ihr Gehör sorgen, lassen Sie das fachlich abklären. Ein Online-Hörvergleich ist kein Hörtest und kann keine Diagnose stellen. Lautsprecher oder Kopfhörer müssen außerdem nicht exakt so klingen wie unser Produktionssystem, damit eine kleine Richtungsfrage verständlich bleibt.
Vom Hören zum Spielen
Spielen Sie nun zwei oder drei Töne und hören Sie ihnen nach. Versuchen Sie beim nächsten Durchgang eine einzige Veränderung: einen Ton länger lassen oder nach ihm eine Pause setzen. So bekommt die Hand einen konkreten musikalischen Auftrag.
Für genauere Abstände gibt es den Beitrag Wie weit liegt der nächste Ton entfernt?. Für die Gestalt einer längeren Folge können Sie eine Melodie an Richtung und Wiederholung erkennen.
Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.
