Den Ausschnitt verkleinern
Nehmen wir als Beispiel eine kleine Folge: C, D, E, D, C. Der Wechsel von E zurück nach D wird unruhig. Statt alle fünf Töne immer wieder zu spielen, bleiben Sie zunächst bei E und D.
Spielen Sie E, warten Sie und gehen Sie zu D. Achten Sie darauf, wann Sie den nächsten Ton vorbereiten. Die Lücke zwischen beiden darf anfangs größer sein als später im musikalischen Zusammenhang.
Wenn das Paar übersichtlich geworden ist, setzen Sie einen Ton davor: D, E, D. Erst danach kommt die ganze Folge zurück. So hören Sie, ob die Veränderung auch im Zusammenhang hilft.
C, D und E aufwärts
C4, D4, E4. Nach jedem Ton bleibt eine kurze Pause.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
E, D und C abwärts
E4, D4, C4. Nach jedem Ton bleibt eine kurze Pause.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eine kleine Folge aus drei Tönen
C4, E4, D4, C4.
Bereit. Die Wiedergabe startet erst auf Ihre Betätigung.
Eigene synthetische Klangbeispiele. Beginnen Sie mit angenehmer Lautstärke. Die langsamere Fassung behält dieselben Tonhöhen.
Eine Frage pro Durchgang
„Besser spielen“ ist als Beobachtungsauftrag zu groß. Eine konkrete Frage lässt sich beantworten: Waren beide Töne ähnlich laut? Habe ich die vorige Taste losgelassen? War die Pause geplant oder entstand sie aus Unsicherheit?
Wählen Sie nur eine dieser Fragen. Beim nächsten Durchgang darf es eine andere sein. Sie müssen nicht Haltung, Rhythmus, Klang und Notennamen gleichzeitig kontrollieren.
Langsam ist kein fester Zahlenwert
Ein geeignetes Tempo lässt Ihnen genug Zeit für den nächsten Schritt. Das kann je nach Stelle verschieden sein. Wenn eine sehr langsame Bewegung selbst umständlich wird, suchen Sie eine andere Unterteilung oder sprechen Sie den Ablauf mit einer Lehrkraft durch.
Auch mit einem langsameren Tempo verschwindet eine unpassende Bewegung nicht automatisch. Deshalb ist die Beobachtung wichtiger als die bloße Zahl am Metronom.
Ein brauchbarer Schluss
Beenden Sie die Einheit mit dem kleinen Ausschnitt, der heute klarer geworden ist. Notieren Sie beispielsweise: „E nach D, erst einzeln, dann mit D davor.“ Damit hat die nächste Sitzung einen Anfang.
Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, ist eine Pause eine mögliche Entscheidung. Die Stelle muss nicht in derselben Sitzung fertig werden. Für eine kurze, bereits eingegrenzte Aufgabe eignet sich auch unsere Drei-Ton-Übung.
Dieser Beitrag dient allgemeinen Bildungs- und Informationszwecken und ersetzt keine individuelle musikpädagogische, medizinische oder berufliche Beratung. Es besteht keine geschäftliche Verbindung zu erwähnten Praxisfällen, Personen oder externen Anbietern.
